Pkw-Sparte bleibt Daimlers Wachstumsgarant - Ausblick vorsichtig

(Ausführliche Fassung) - Das brummende Pkw-Geschäft dürfte das Wachstum des Autobauers Daimler auch in diesem Jahr stützen. Schon im vergangenen Jahr steigerte Daimler dank seiner starken Autosparte den Umsatz um 3 Prozent auf 153,3 Milliarden Euro, wie der Dax -Konzern am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Das Wachstum bremste die Lkw-Sparte, die vor allem in Nordamerika und Brasilien schwächelte. Unterm Strich verdiente der Konzern 8,5 Milliarden Euro nach 8,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Vor Zinsen und Steuern sowie um Sondereffekte bereinigt kletterte das Ergebnis um 3 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro.
02.02.2017 09:37

Der Autobauer hatte im Vorjahr 2,2 Millionen Autos verkauft - ein Plus von knapp 12 Prozent - vor allem dank des reissenden Absatzes im grössten Einzelmarkt China. Daimler rechnet mit weiter starken Margen in der wichtigsten Sparte, weil unter anderem die wichtige E-Klasse in der neuen Version das ganze Jahr über in China verfügbar ist. Bei Mercedes-Benz Pkw soll sich das operative Ergebnis (Ebit) deutlich verbessern. Im vergangenen Jahr war das Ebit hier um 2 Prozent auf 8,11 Milliarden geklettert - ohne Sondereffekte um 7 Prozent.

DAIMLER PLANT 'LEICHTES WACHSTUM' BEIM OPERATIVEN ERGEBNIS

In der Lkw-Sparte dürften sich die Verkäufe nach dem Rückgang im vergangenen Jahr stabilisieren. Für den Konzern plant Daimler 2017 mit einem leichten Absatz- und Umsatzplus und einem leichten Wachstum beim operativen Gewinn. Bei der Ergebnisprognose legt Daimler nun den unbereinigten Wert zu Grunde - Finanzanalysten hatten daher zuvor mehrheitlich damit gerechnet, dass sich die Stuttgarter eine deutliche Steigerung des Vorjahreswertes von 12,9 Milliarden Euro vornehmen. Wegen Aufwendungen insbesondere im Zusammenhang mit Takata-Airbags und für Rechtsverfahren verbuchte Daimler 2016 rund 1,3 Milliarden Euro an Sonderbelastungen - das operative Ergebnis insgesamt ging daher sogar um 2 Prozent zurück.

Die Dividende halten Konzernchef Dieter Zetsche und Finanzchef Bodo Uebber mit 3,25 Euro je Aktie stabil. Einige Analysten hatten sich etwas mehr ausgerechnet. Die Aktie verlor zum Börsenstart rund 2,6 Prozent. Händler bemängelten die etwas unter den Erwartungen liegende Entwicklung des bereinigten operativen Gewinns im vierten Quartal./men/ang/stb

(AWP)