Plazza verdient im ersten Halbjahr weniger - hohe Leerstände bei Büroflächen

(ergänzt um Entwicklungsprojekte und Details zum Ausblick)
02.09.2016 09:15

Zürich (awp) - Die Immobiliengesellschaft Plazza hat im ersten Halbjahr 2016 einen geringeren Liegenschaftsertrag erwirtschaftet und unter dem Strich weniger verdient. Der Reingewinn unter Ausklammerung des aus der Neubewertung des Immobilienparks resultierenden Erfolgs kam bei 3,6 Mio zu liegen, nach 3,9 Mio CHF im Vorjahr.

Der Reingewinn inklusive der Neubewertung belief sich auf 7,9 Mio CHF und liegt damit rund 60% unter dem Vorhalbjahreswert von 19,6 Mio. Dieser starke Rückgang sei hauptsächlich auf die um 15,4 Mio CHF tiefere Bewertungssteigerung der Liegenschaften zurückzuführen, als auch auf temporäre Leerstände von Geschäftsflächen, teilte Plazza am Freitag mit.

BÜROFLÄCHEN IN ZÜRICH NICHT GEFRAGT

Die Plazza-Immobilien liegen schwerpunktmässig im Wirtschaftsraum Zürich und der grösste Teil entfällt dabei zwar auf Wohnliegenschaften. Doch in den vergangenen Monaten hatte die Gesellschaft mit einer gestiegenen Leerstandsquote zu kämpfen, da unter anderem Geschäftsliegenschaften in Zürich Wiedikon leer standen. Die Leerstände waren nicht zuletzt dafür verantwortlich, dass der Liegenschaftenertrag um 2,2 Mio auf 7,2 Mio CHF sank.

Die Vermietung dieser Geschäftsflächen an der Giesshübelstrasse 40 und 45 erweise sich wegen des übersättigten Marktes als weiterhin schwierig. Der Vermietungserfolg hänge unter anderem von der Konjunktur ab, heisst es dazu.

In der Berichtsperiode konnte laut Plazza der Leerstand bei den Geschäftsliegenschaften zwar um 7% auf 71% gesenkt werden, die Wiedervermietung der zwei grossen Geschäftshäusern stehe aber nach wie vor im Zentrum der Aktivitäten. Bisher seien erst für Teilflächen Mietverträge abgeschlossen worden, es bestünden aber "substanzielle Kontakte" zu Interessenten, so Plazza.

Die Leerstandsquote aller Bestandesliegenschaften beziffert Plazza auf 26,0%, das sind 2,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

FORTSCHRITT BEI ENTWICKLUNGSPROJEKTEN

Der Baustart für die Überbauung "Im Glattgarten" in Wallisellen mit 218 Wohnungen erfolgte Anfang 2016 und man habe nun nach den Fundationsarbeiten im zweiten Halbjahr mit den Hochbauarbeiten begonnen. Voraussichtlich ist die Überbauung ab Mitte 2018 bezugsbereit, so Plazza weiter.

Der Gestaltungsplan für das Entwicklungsareal in Crissier bei Lausanne liege seit Februar 2016 vor. Genauere Angaben bezüglich Investitionsvolumen, Etappierungen und den mögliche Mitinvestoren werden in der zweiten Hälfte 2017 vorliegen, heisst es dazu. Der definitive Baubeginn werde ab dem Jahr 2020 erwartet.

Zudem verstärke man sich dafür personell im Bereich dieser Immobilienprojekte und der Projektentwicklung. Die Suche nach einem Leiter dieser Bereiches wurde gemäss Plazza bereits eingeleitet.

ZUKUNFTSAUSSICHTEN DER GRUPPE WEITERHIN "INTAKT"

Dank der Strategie der geografischen und segmentspezifischen Ausrichtung des Portfolios sei das Unternehmen weiterhin ein "agiler Akteur" in der Schweizer Immobilienbranche mit Wohnliegenschaften als stabilem Ertragspfeiler. Für das Gesamtjahr 2016 geht die Gesellschaft daher von einem Betriebsergebnis aus, das im Bereich der ersten sechs Monate liege.

Die Realisation der anstehenden Entwicklungsprojekte werde der Plazza "namhaftes" Wachstum bei den Mieterträgen bringen. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung bezeichnen die Zukunftsaussichten der Gruppe daher weiterhin als "intakt".

Plazza ist eine Abspaltung des Industriekonglomerats Conzzeta und umfasst dessen nicht betriebsnotwendiges Immobiliengeschäft. Seit Juni 2015 ist die Gesellschaft an der SIX kotiert.

sta/ra

(AWP)