Post mit rückläufigem Konzerngewinn nach neun Monaten

Bern (awp) - Die Schweizerische Post hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2016 bei einem stabilen Betriebsertrag einen Gewinnrückgang erlitten. Die Postfinance allerdings legte zu.
24.11.2016 10:25

Die Post erwirtschaftete einen in etwa stabilen Betriebsertrag von 6,04 Mrd CHF (+0,4%), das Betriebsergebnis sank jedoch um 7,3% auf 593 Mio CHF, wie die Post am Donnerstag mitteilt. Unter dem Strich resultiert ein 7,4% tieferer Konzerngewinn von 466 Mio CHF.

Verantwortlich für den Rückgang beim Betriebsergebnis sind die beiden Geschäftsbereiche Kommunikationsmarkt (-43% auf 94 Mio CHF) sowie Logistikmarkt (-23% auf 73 Mio CHF). Der Volumenrückgang beim adressierten Brief habe sich akzentuiert, der Margendruck bei den Paketen bleibe hoch, heisst es dazu.

Im Personenverkehrsmarkt hingegen steigerte Postauto das Betriebsergebnis um 1 Mio auf 30 Mio CHF, was durch den tieferen Treibstoffpreis begünstigt worden sei.

POSTFINANCE PROFITIERT VON SONDEREFFEKTEN - ZINSERGEBNIS RÜCKLÄUFIG

Positiv zum Betriebsergebnis trug aber insbesondere die Postfinance bei. Dank nicht wiederkehrender Erträge aus dem Verkauf von Aktienbeständen und einer Beteiligung stieg das Ergebnis um 17% auf 410 Mio CHF. Der sogenannte operative EBIT falle insbesondere infolge des stark rückläufigen Zinsergebnisses (-93 Mio CHF) tiefer aus.

Der negative Trend im operativen Geschäft werde sich in den kommenden Jahren fortsetzen, heisst es. Denn es sei aufgrund des Kreditverbots im aktuellen Negativzinsumfeld immer schwieriger, die Kundengelder profitabel anzulegen.

Im gegenwärtigen angespannten Umfeld werde es für die Schweizerische Post zunehmend schwieriger, die finanziellen Ziele des Eigners zu erfüllen, heisst es. Dennoch erwartet man, diese im Jahr 2016 zu erreichen. Der Konzerngewinn dürfte aber unter dem Niveau des Vorjahres liegen, heisst es.

cp/rw

(AWP)