Post verzeichnet nach neun Monaten höheres Betriebsergebnis und mehr Gewinn

Die Schweizerische Post weist für die ersten neun Monate das Jahres deutlich steigende Gewinnzahlen aus. Bei einem um 1,2% rückläufigen Betriebsertrag von 5,96 Mrd CHF stieg das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT um 17,9% auf 699 Mio CHF. Die Ergebnisverbesserung sei insbesondere auf Einmaleffekte bei Postfinance zurückzuführen, teilte das Institut am Donnerstag mit. Der Druck auf das operative Kerngeschäft bleibe weiterhin bestehen.
23.11.2017 10:05

Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 516 Mio CHF, verglichen mit 466 Mio im Vorjahreszeitraum. Einen substanziellen Beitrag zum Konzernergebnis habe das dank optimierten Prozess- und Kostenstrukturen um 9 Mio auf 244 Mio CHF gestiegende Betriebsergebnis von Postmail beigetragen.

Ein besseres Ergebnis lieferte auch Postfinance. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete die im Finanzdienstleistungsmarkt aktive Post-Tochter ein Betriebsergebnis von 533 Mio CHF und damit 123 Mio mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg sei im Wesentlichen durch Wertaufholungen auf Finanzanlagen zu erklären, die mit 109 Mio CHF zu Buche schlugen.

Ebenfalls positiv wirkten sich das höhere Handelsergebnis und der gesunkene Personalaufwand aus. Weiterhin sei Postfinance aber aufgrund des Wettbewerbsnachteils im Kredit- und Hypothekengeschäft mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Daher sei der Ertrag aufgrund fehlender rentabler Anlagemöglichkeiten allein im wichtigen Zinsdifferenzgeschäft um 89 Mio CHF tiefer ausgefallen, heisst es weiter.

sta/cf

(AWP)