Potash bestätigt nach robustem Quartal Prognose

Der mit der gescheiterten K+S Kaufofferte bekannt gewordene kanadische Düngemittelkonzern Potash hat nach einem robusten ersten Halbjahr die Prognose bekräftigt. Im laufenden Jahr sei weiter ein Gewinn je Aktie von 0,45 bis 0,65 US-Dollar zu erwarten, sagte Konzernchef Jochen Tilk am Donnerstag bei der Zahlenvorlage. Im Kaligeschäft dürfte die starke Nachfrage auch im zweiten Halbjahr anhalten.
27.07.2017 12:35

Im zweiten Quartal erhöhte sich der Gewinn auch dank Sparmassnahmen im Jahresvergleich von 121 auf 201 Millionen Dollar sprunghaft. Der Umsatz legte um 6,4 Prozent auf 1,12 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten im Schnitt weniger erwartet. In den vergangenen Jahren hatte der Preisverfall auf den Düngemittelmärkten dem Konzern stark zu schaffen gemacht. Inzwischen haben sich die Preise erholt. Eine Tonne Kali kostete im zweiten Quartal im Schnitt mit 174 Dollar deutlich mehr als ein Jahr zuvor mit 154 Dollar.

Der Sektor stand angesichts des gedrückten Preisniveaus lange unter Druck. Einen Ausweg sahen die Konzerne in Übernahmen. Potash ist schon länger auf der Suche nach einem Partner. 2015 war der Konzern beim nordhessischen Konkurrenten K+S abgeblitzt. Nun zeichnet sich eine neue Fusion ab. Potash will sich nun mit Agrium zusammenschliessen. Der neue Konzern käme als Nummer eins der Branche auf Umsätze von mehr als 20 Milliarden Dollar. Ende des dritten Quartals soll der Deal nun abgeschlossen sein, sagte Tilk. Bisher hatte er Mitte des Jahres angepeilt./jha/nas/stb

(AWP)