Preiserhöhungen helfen Colgate-Gewinn - Pessimismus für 2017

(Ausführliche Fassung) - Der US-Konsumgüterkonzern Colgate-Palmolive blickt mit mehr Pessimismus auf das gerade angelaufene Geschäftsjahr. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie dürfte 2017 im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen, sagte Konzernchef Ian Cook am Freitag bei Vorlage der Jahresbilanz. Im Oktober hatte der Manager noch ein zweistelliges Plus in Aussicht gestellt.
27.01.2017 16:50

Cook sprach von schwierigen Märkten und starken Währungsschwankungen, weshalb der Konzern seine Anstrengungen für ein profitables Wachstum noch verdoppeln müsse. Cook will daher mehr Geld in Werbung stecken. Die Colgate-Aktie verlor im frühen New Yorker Handel über sechs Prozent.

Der Konzern hatte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Gegenwind vom starken US-Dollar zu kämpfen gehabt. Im vierten Quartal belastete zusätzlich ein schwächelndes Indien-Geschäft, ausgelöst durch die Währungsrefom der indischen Regierung. Der Quartalsumsatz sank im Jahresvergleich um 4,5 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Währungs- und portfoliobereinigt legten die Erlöse zu. Die Analysten hatten im Schnitt aber mit mehr Umsatz gerechnet.

Insgesamt verkaufte Colgate weniger Artikel, diese dafür umso teurer. Die Preiserhöhungen halfen zusammen mit Kosteneinsparungen dem Ergebnis in die Höhe. Der Gewinn belief sich in den letzten drei Monaten des Jahres 2016 auf 606 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatten hohe Abschreibungen in Venezuela zu einem Verlust von 458 Millionen Dollar geführt. Beim bereinigten Gewinn je Aktie kam Colgate auf 0,75 Dollar, was soviel war wie Analysten im Schnitt geschätzt hatten./she/tos/he

(AWP)