Presse: Advent und Shanghai Pharma erwägen Gegenangebot für Stada

(Ausführliche Fassung) - Beginnt die Bieterschlacht um Stada auf ein Neues? Der unterlegene Finanzinvestor Advent soll Kreisen zufolge mit der chinesischen Firma Shanghai Pharmaceuticals mit dem Gedanken spielen, für den deutschen Pharmakonzern ein neues Angebot auf den Tisch zu legen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montagabend und beruft sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Advent und sein chinesischer Partner würden über eine Offerte von rund 70 Euro sprechen. Allerdings sei noch keine Entscheidung gefallen, hiess es weiter bei Bloomberg.
15.05.2017 18:56

Bain und Cinven hatten sich in einem mehrwöchigen Bieterwettstreit gegen das konkurrierende Konsortium aus den Investoren Advent und Permira durchgesetzt, nachdem sie ihr Angebot zuletzt kräftig aufgestockt hatten. Die Stada-Aktionäre sollen für jede Aktie eine Barzahlung von 65,28 Euro plus eine Dividende für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 0,72 Euro bekommen. Stada hat seinen Aktionären die Annahme des 5,3 Milliarden Euro schweren Angebots empfohlen.

FRIST FÜR AKTUELLES ANGEBOT LÄUFT AM 8. JUNI AUS

Die Annahmefrist läuft bereits und geht bis zum 8. Juni. Bain und Cinven haben ihr detailliertes Übernahmeangebot für den Bad Vilbeler Pharmakonzern bereits vorgelegt. Stada, ein Hersteller von Nachahmermedikamenten (Generika) und Markenprodukten wie der Sonnencreme Ladival und Grippostad aus dem hessischen Bad Vilbel, befindet sich zu 100 Prozent in Streubesitz. Die Offerte kommt nur durch, wenn die Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent erreicht wird.

Alle vier Finanzinvestoren wollte sich auf Anfrage Bloombergs am Montagabend nicht äussern. An der Börse zog die im MDax notierte Stada-Aktie nachbörslich kräftig an./stk/tos

(AWP)