Presse: Advent verhandelt mit Permira über gemeinsame Stada-Offerte

Der Finanzinvestor Advent verhandelt laut einem Pressebericht mit zwei Finanzgesellschaften über eine gemeinsame Stada -Offerte. Advent spreche zum einen mit der Beteiligungsgesellschaft Permira über ein gemeinsames Gebot für den Pharmakonzern, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstag) unter Berufung auf Finanzkreise. Dann würden beide Seiten ein jeweils gleich grosses Paket an dem Arzneikonzern erwerben. Zum anderen wolle sich der Staatsfonds GIC aus Singapur als Co-Investor an Stada beteiligen.
07.03.2017 08:48

Advent hatte im vergangenen Monat ein Angebot für Stada über 3,6 Milliarden Euro plus Übernahme von Schulden unterbreitet. Nun zeichnet sich ein Bieterbündnis zwischen Finanzinvestoren ab. Die Gespräche mit Permira seien sehr konkret, schreibt das Blatt. Beide würden dann als gleichberechtigte Partner agieren. Advent und Permira lehnten gegenüber der Zeitung eine Stellungnahme ab. Auch ein anderes Private-Equity-Haus als Partner Advents sei offenbar noch nicht ganz auszuschliessen.

Stada selbst hatte zuletzt mit einer höheren Dividende im Bieter-Rennen aufgerüstet. Dadurch muss der US-Finanzinvestor Advent mehr für eine mögliche Übernahme des nach eigenen Angaben grössten unabhängigen Herstellers von Nachahmermedikamenten (Generika) in Deutschland zahlen. Advent hatte 58 Euro je Aktie plus die Ausschüttung für 2016 geboten, um das Unternehmen für rund 3,6 Milliarden Euro komplett zu übernehmen.

Der MDax -Konzern hatte die Frist zur Annahme der Offerte verstreichen lassen und lässt sich nun offenbar auf ein Bieterrennen ein, um einen noch höheren Preis zu erzielen. Neben Advent hatten zwei andere Beteiligungsgesellschaften Interesse an Stada bekundet, aber noch keine konkreten Offerten abgegeben./jha/fbr

(AWP)