Presse: Audi will bis 2022 zehn Milliarden Euro einsparen

Die VW -Tochter Audi will einem Pressebericht zufolge künftig weniger Geld ausgeben. Bis zum Jahr 2022 sollten die Kosten um zehn Milliarden Euro gedrückt werden, berichtete das "Handelsblatt" (Montag) unter Berufung auf Konzernkreise. Ausserdem wolle der Autobauer fünf neue Elektroautos bis 2025 auf den Markt bringen. Ein entsprechender Plan sei in den vergangenen Tagen rund 700 Führungskräften vorgestellt worden. Ziel sei es, den Konzern auch mit Elektroautos bei einer Umsatzrendite von mindestens acht Prozent zu halten. Audi wolle Einzelheiten des Planes nicht kommentieren.
30.07.2017 18:48

Ausgearbeitet hat das Konzept der Zeitung zufolge Roland Villinger, seit 2016 Strategie- und Digitalchef bei Audi. Der ehemalige McKinsey-Partner wolle vor allem die Entwicklungskosten radikal kürzen. Neue Modelle sollten künftig nur noch rund die Hälfte kosten. Erreicht werden solle dieses Ziel durch eine enge Anlehnung an die Entwicklungen der Konzernschwestern Volkswagen und Porsche. So solle der in Planung befindliche elektrische Geländewagen Q1 die technischen Grundlagen von VW übernehmen. Die künftigen Oberklassemodelle wie der A8 würden auf einer gemeinsamen Plattform mit Porsche entwickelt. Audi plane zudem auf Basis des Porsche "Mission E" einen eigenen Sportwagen mit Elektroantrieb.

Beschlossen sei zudem der Abgang von vier Vorständen. Hubert Waltl (Produktion), Thomas Sigi (Personal), Dietmar Voggenreiter (Vertrieb) und Axel Strotbek (Finanzen) sollten spätestens im September ihre Stühle räumen. Der ebenfalls stark in der Kritik stehenden Audi-Chef Rupert Stadler solle hingegen vorerst bleiben. Audi habe die Personalien nicht kommentieren wollen./he

(AWP)