Presse: Aufsichtsrat erwägt Ablösung von Stada-Vorstandschef Wiedenfels

Der Chef des Generikakonzerns Stada , Matthias Wiedenfels, steht einem Bericht zufolge womöglich vor der Ablösung. Der Aufsichtsrat des Unternehmens erwäge dies und komme am Morgen zusammen, um über einen Nachfolger zu beraten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Wiedenfels wurde zu der Sitzung ebenfalls eingeladen. Stada wollte dies nicht kommentieren.
04.07.2017 10:50

Zuvor war bekannt geworden, dass die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven nach dem jüngsten Scheitern des Übernahmeangebots einen neuen Anlauf prüfen und erwägen, bei der Finanzaufsicht einen Antrag auf Befreiung von der einjährigen Sperrfrist zur Abgabe einer erneuten Offerte zu stellen. Stada hatte zugesagt, eine Zustimmung zu dem Antrag zu prüfen. Bain und Cinven könnten in den nächsten Tagen im Zusammenhang mit einem erneuten Angebot auf Stada zukommen, unabhängig davon, ob Vorstandsvorsitzender Wiedenfels ausgetauscht werde, so Bloomberg. Die Investoren sollen bereits mit ihren eigenen Kandidaten für den Vorstandsvorsitz gesprochen haben, hiess es.

Bain und Cinven waren erst vor wenigen Tagen mit dem ersten Gebot über 66 Euro je Aktie, das Stada inklusive Schulden mit etwas mehr als 5,3 Milliarden Euro bewertet hatte, knapp gescheitert. Das Investorenduo verfehlte die erforderliche Annahmequote von 67,5 Prozent allerdings nur um rund 2 Prozentpunkte, so dass schnell die Gerüchte über eine neue Offerte die Runde machten. Stada selbst, das bis zuletzt für die Übernahme geworben hatte, hatte sich Ende Juni offen dafür gezeigt./nas/stb

(AWP)