Presse Auto-Kartell: US-Justizministerium prüft auf mutmassliche Absprachen

Die US-Justiz prüft laut Kreisen ebenfalls die Vorwürfe zu möglichen Kartellabsprachen deutscher Autobauer. Es gebe allerdings noch keine Anzeichen dafür, dass die US-Behörden eine formale Untersuchung eröffnet hätten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
25.07.2017 10:05

Die europäischen Kartellbehörden gehen derzeit Vorwürfen gegen die deutschen Autohersteller Volkswagen, Daimler und BMW nach. Falls sich die Vorwürfe erhärten, drohen den Konzernen empfindliche Strafen. Die Behörden in den USA sind ebenfalls nicht zimperlich, was Geldbussen angeht. Zudem drohen teure Zivilverfahren, sollten sich Zulieferer und Kunden geschädigt sehen. VW etwa musste für die Bewältigung des Dieselabgasskandals vor allem für Nordamerika rund 22,6 Milliarden Euro an Kosten für straf- und zivilrechtliche Verfahren verbuchen.

Der "Spiegel" hatte am Freitag über Kartellvorwürfe gegen die deutsche Automobilindustrie berichtet. Demnach sollen sich Vertreter von VW , Audi , Porsche, BMW und Daimler jahrelang in geheimen Zirkeln über ihre Fahrzeuge, Kosten, Zulieferer und auch den Umgang mit dem Thema Diesel-Abgase abgesprochen haben. Angeblich soll es Selbstanzeigen von Daimler und Volkswagen bei den Wettbewerbsbehörden geben./men/fbr

(AWP)