Presse: BMW setzt Kooperationsgespräche mit Daimler vorläufig aus

Der Autobauer BMW hat einem Pressebericht zufolge Kooperationsgespräche zu neuen Projekten mit dem Rivalen Daimler vorläufig ausgesetzt. Die Münchener seien empört über das Vorgehen der Stuttgarter Konkurrenz in Bezug auf die Vorwürfe möglicher Kartellabsprachen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch). Konzernkreise hätten entsprechende Angaben aus Branchenkreisen zur Einstellung von Gesprächen bestätigt, so das Blatt. Einen Vorstandsbeschluss bei BMW gebe es zwar nicht, das Management wolle aber die Zusammenarbeit kritisch hinterfragen. Betroffen sind demnach mehrere Bereiche, unter anderem der gemeinsame Einkauf von Autoteilen bei Zulieferfirmen. Ein geplantes Tankstellennetz für Elektroautos könne sich verzögern.
26.07.2017 07:18

Daimler hatte nach Angaben des "Spiegel", der die Kartellvorwürfe öffentlich machte, eine Art Selbstanzeige bei den Wettbewerbshütern der EU-Kommission eingereicht. Laut "SZ" soll das offenbar bereits 2014 geschehen sein - damit wäre Daimler dem Volkswagen -Konzern bei dessen mutmasslicher Selbstanzeige zuvorgekommen./men/fbr

(AWP)