Presse: Commerzbank will Wertpapierabwicklung auslagern

Der Umbau der Commerzbank wird laut einem Pressebericht konkret. Die Wertpapierabwicklung, eine der grössten Back-Office Einheiten der Bank mit mehreren Hundert Mitarbeitern stehe vor der Auslagerung, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" am Montagabend in ihrer Onlineausgabe. Dabei beruft sich das Blatt auf Insider. Diese berichteten demnach einstimmig, dass zwar noch nichts entschieden sei, aber mit der britischen Grossbank HSBC bereits ein potenzieller Abnehmer gefunden sei.
27.03.2017 20:35

Deren deutsche Servicetochter habe sich genau auf diese Dienstleistungen spezialisiert, hiess es in dem Bericht weiter. Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen liefen seit Wochen. Ein Commerzbank-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Bei der deutschen Niederlassung der HSBC war am Abend zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Anfang Februar hatte die Commerzbank angekündigt, im März die Verhandlungen über ihren gross angelegten Stellenabbau zu beginnen. Bis zum Jahr 2020 sollen rund 9600 der aktuell 45 000 Vollzeitstellen wegfallen, um die Bank wettbewerbsfähiger zu machen.

Die Commerzbank stellt sich neu auf mit Fokus auf das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft. Gleichzeitig legt sie ein Augenmerk auf die Digitalisierung und stockt in bestimmten Bereichen das Personal auf./stb/la

(AWP)