Presse: GE prüft Verkauf von Lichtsparte

Der Industriekonzern General Electric (GE) kappt laut einem Zeitungsbericht womöglich seine Wurzeln. So soll das Unternehmen einen Verkauf seines Lichtgeschäfts für Privatkunden erwägen, wie das "Wall Street Journal" ("WSJ") am Donnerstag unter Berufung auf informierte Personen berichtet. Co-Gründer von GE war vor 125 Jahren der Lichtpionier Thomas Edison. Das nun auf dem Prüfstand stehende Geschäft umfasst neben klassischen Glühbirnen auch LED-Lampen für den Hausgebrauch und vernetzte Lichtlösungen vor allem auf dem nordamerikanischen Markt.
06.04.2017 09:43

Die Sparte könnte rund 500 Millionen US-Dollar (rund 460 Millionen Euro) wert sein. Ob es zu einem Verkauf kommt, ist noch offen, wie das Blatt schreibt. Im Konzern bleiben solle hingegen das Geschäft mit Firmenkunden.

Das Geschäft mit herkömmlichen Glühlampen schrumpft seit Jahren. Wettbewerber wie der niederländische Konzern Philips oder der deutsche Lichtkonzern Osram haben sich bereits von diesen renditeschwachen Bereichen getrennt. Philips brachte sein Lichtgeschäft an die Börse, Osram verkaufte seine Lampensparte nach China.

Das Lichtgeschäft von GE insgesamt kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Dollar, was weniger als 2 Prozent des Gesamtumsatzes von GE entspricht. Der US-Industriekonzern hat sich in den vergangenen Jahren von einer ganzen Reihe von Geschäftsbereichen getrennt./nas/jha/stb

(AWP)