Presse: Stada verhandelt über Teilverkauf seines Vietnam-Geschäfts

Der Arzneimittel-Konzern Stada verhandelt laut einem Pressebericht mitten im Übernahmepoker über den Teilverkauf seines Vietnam-Geschäfts. Bei den Gesprächen gehe es um das Gemeinschaftsunternehmen Stada Vietnam, an dem der Konzern 50 Prozent hält, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag) unter Berufung auf Branchenkreise. Das Unternehmen bestätigte der Zeitung, dass der Anteil zum Verkauf stehe, und verwies auf eine entsprechende Passage im Geschäftsbericht.
07.04.2017 08:56

Der Zeitung zufolge ist der Vietnam-Ableger Thema bei den Verhandlungen mit Finanzinvestoren, die Stada übernehmen wollen. Dabei gehe es um den möglichen Erlös bei einem Verkauf der Sparte. Denn der erzielbare Preis liege im Verhältnis zum Gewinn des Ablegers deutlich unter dem, was die Interessenten für den Gesamtkonzern bezahlen wollten. Die beiden Bieterkonsortien Advent und Permira sowie Bain und Cinven sollen ihre Offerten für den Stada-Konzern noch an diesem Freitag einreichen.

Der Arzneimittel-Hersteller hatte zuletzt versucht, die Bieterkonsortien zu höheren Geboten zu verleiten. Bisher wollen diese 58 Euro je Stada-Aktie bezahlen. Stada stellt rezeptfreie Medikamente und Nachahmer-Mittel (Generika) her. Vietnam gehört zu seinen wichtigsten Absatzmärkten. Neben dem Gemeinschaftsunternehmen Stada Vietnam hält der Konzern Anteile an der vietnamesischen Pymepharco, die dem Bericht zufolge nicht zu Verkauf stehen./stw/nas/fbr

(AWP)