Presse: US-Justiz ermittelt wegen Scheinkonten gegen Wells Fargo

NEW YORK (awp international) - Wegen eines Skandals um Scheinkonten ist die US-Grossbank Wells Fargo einem Zeitungsbericht zufolge ins Visier der US-Justiz geraten. Über die Bundesanwälte in New York und Nordkalifornien sei eine Untersuchung gegen das Geldhaus eingeleitet worden, die sich aber noch in einem frühen Stadium befände, berichtete das "Wall Street Journal" (Donnerstag) unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die Ermittler hätten zur Aufklärung des Falls Dokumente und andere Informationen angefordert.
15.09.2016 06:32

Mitarbeiter der Bank hatten unter hohem Verkaufsdruck über Jahre hinweg in grossem Stil Scheinkonten eröffnet, die nicht von Kunden autorisiert worden waren. Wells Fargo hatte in der vergangenen Woche im Rahmen eines Vergleichs mit US-Behörden bereits eine Strafe von 185 Millionen Dollar akzeptiert. Weitere fünf Millionen Dollar sollen an geschädigte Kunden fliessen. Über 5000 Angestellte wurden wegen der Affäre schon gefeuert. Bankchef John Stumpf muss am 20. September dem Bankenausschuss des US-Senats Rede und Antwort stehen.

hbr/DP/he

(AWP)