Presse: VW-Tochter Audi fürchtete im Dieselskandal schon 2013 aufzufliegen

Fachleute der Volkswagen-Tochter Audi sollen laut einem Pressebericht intern schon frühzeitig auf gravierende Folgen von Abgasmanipulationen in den USA hingewiesen haben. Die Mitarbeiter aus der Motorenentwicklung hätten im Oktober 2013 vor der "Aufdeckung" der betreffenden Software bei Dieselautos durch die US-Behörden und empfindlichen Strafen gewarnt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Freitag) unter Berufung auf Audi-interne Dokumente.
28.07.2017 07:40

Die Technikexperten hätten vorgeschlagen, die Software so schnell wie möglich umzustellen, so die Zeitung. Ein entsprechendes 11-seitiges Dokument mit dem Titel "Risikoeinschätzung" sei von Audi auch an die Konzernmutter VW weitergereicht worden. Audi und VW äusserten sich dem Blatt gegenüber nicht zu dem Papier.

Volkswagen hat bisher für die 2015 aufgedeckte Dieselaffäre in Nordamerika rund 22,6 Milliarden Euro an Kosten verbucht. Unter den in den USA beanstandeten Motoren waren auch Zehntausende von Audi gebaute 3-Liter-Aggregate, die auch in Porsche-Fahrzeugen zum Einsatz kamen./men/fbr

(AWP)