Produktionengpässe von Covestro bei Polyurethan-Rohstoffen vorbei

LEVERKUSEN (awp international) - Die Bayer-Kunststofftochter Covestro kann ihre Kunden wieder in vollem Umfang mit den Polyurethan-Vorprodukten MDI und TDI beliefern. Ein ausgefallener Zulieferer versorge das Unternehmen wieder mit der zur Herstellung notwendigen Salpetersäure, wie der MDax-Konzern am Dienstag mitteilte. Polyurethane werden als Schäume etwa in der Auto-, Bau- und in der Elektroindustrie verwendet.
27.12.2016 13:04

Covestro hatte wegen der eigenen Produktionsausfälle im Oktober eine sogenannte Force-Majeure-Erklärungen abgegeben, die nun aufgehoben wurde. Dabei handelt es sich bei Vertragsregelungen für Umstände höherer Gewalt. Im Normalfall sollen Unternehmen damit von Haftungsansprüchen befreit werden, falls Probleme ausserhalb ihrer Kontrolle liegen.

Trotz der Force-Majeure-Situation in Europa hält Covestro an den Zielen für 2016 fest. Bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal im Oktober hatte Finanzchef Frank Lutz für das laufende Jahr einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,9 Milliarden Euro in Aussicht gestellt./mis/ag

(AWP)