Produktionsprobleme und Preisdruck sorgen bei K+S für Gewinneinbruch

Dem Düngemittel- und Salzproduzent K+S haben auch zum Jahresstart Produktionsprobleme und niedrigere Kali-Preisen zu schaffen gemacht. Der Umsatz legte im ersten Quartal jedoch unter anderem wegen einer hohen Nachfrage nach Düngemittelspezialitäten im Jahresvergleich um 2,8 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro zu, wie der MDax-Konzern am Dienstag in Kassel mitteilte. Auf den Gewinn schlugen die Schwächen im Kaligeschäft aber durch.
09.05.2017 07:22

Der operative Gewinn (Ebit I) sackte um 37 Prozent auf 137,4 Millionen Euro ab. Bei dieser Kennzahl werden etwa Kosten für die Wechselkursabsicherung herausgerechnet. Unter dem Strich blieb ein bereinigter Gewinn von 94,6 Millionen Euro - 36 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die vagen Ziele für das laufende Jahr und auch das Mittelfristziel bestätigte K+S. Analysten hatten dies erwartet. Auch die Kennzahlen lagen im Rahmen der Erwartungen.

Im ersten Quartal musste K+S die Produktion in Deutschland wie schon im Vorjahr drosseln, weil die Entsorgungskapazitäten nicht ausreichten. Das Abwasser aus der Kali-Produktion wird in die Werra oder den Boden geleitet. Kurz vor Weihnachten hatte das Regierungspräsidium Kassel dem Unternehmen die Erlaubnis erteilt, befristet bis Ende 2021 weiter Abwasser im Boden zu entsorgen. Umweltschützer sehen die Versenkung kritisch und befürchten negative Folgen für das Trink- und Grundwasser./jha/stb

(AWP)