Profond Vorsorgeeinrichtung ernennt Christina Böck zur Investmentchefin

Thalwil (awp) - Die Vorsorgeeinrichtung Profond verstärkt sich mit Christina Böck personell im Anlagebereich. Um die Verantwortlichkeit in der Anlagesparte zu stärken und die Koordination aller Anlagekategorien sicherzustellen, wird die Position des Chief Investment Officers (CIO) neu geschaffen, teilte die Sammelstiftung am Dienstag mit.
13.09.2016 10:20

Profond geriet in Vergangenheit aufgrund ihrer offensiven Anlagestrategie immer wieder in die Kritik, weil das Management der Sammelstiftung, welche die Pensionskassengelder von rund 1700 kleinen und mittleren Unternehmen verwaltet, auf eine hohe Aktienquote setzt.

Laut Kritikern bewähre sich dies nur in Phasen des Aufschwungs und nicht während schwacher Börsenjahre. Obwohl dies Profond in der Vergangenheit bereits zu spüren bekam, teilt das Management diese Ansicht nicht, weil man zwar mit einer höheren Aktienquoten höheren Schwankungen ausgesetzt sei, diese Ausschläge aber bei einem "unendlich" langen Anlagehorizont nicht von Bedeutung seien, liess Geschäftsführer Martin Baltiswiler damals verlauten.

Nun setze man mit der Nominierung von Christina Böck als CIO auf "die Verstärkung interner Ressourcen" im Anlagebereich. Ziel dabei sei, den Anlageprozess und die dazugehörige Organisationsstruktur zu optimieren. Zudem will Profond damit die Vermögensanlage vermehrt auf dem Realwertansatz aufbauen. Die Verstärkung der Koordination der verschiedenen Anlagebausteine ermögliche eine höhere Kontroll- und Steuerungsmöglichkeit, heisst es weiter.

Christina Böck ist den Angaben nach Mitte August zu Profond gestossen. Als Gesamtverantwortliche für die Anlage sei sie zudem Mitglied in allen drei Anlageausschüssen und direkt dem Stiftungsrat unterstellt.

sta/ra

(AWP)