PSP profitiert von Verkaufserfolgen - Liegenschaftsertrag aber unter Vorjahr

(Mit weiteren Details ergänzt) - Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2017 von Verkaufserfolgen profitiert und unter dem Strich mehr verdient. Da eine relativ grosse Liegenschaft in Genf leer steht, blieb der Liegenschaftsertrag hinter dem Vorjahr zurück. Die Guidance für das Gesamtjahr wird aber bestätigt, bezüglich Leerstandsentwicklung zeigt man sich sogar etwas optimistischer.
14.11.2017 08:57

Der Liegenschaftsertrag sank Firmenangaben vom Dienstag zufolge um 1,7% auf 204,3 Mio CHF. PSP führt dies insbesondere auf die seit Jahresbeginn leer stehende Büroliegenschaft in der Genfer Gemeinde Lancy (Av. des Morgines 8/10) zurück. Gemessen an der vermietbaren Fläche von rund 14'000 Quadratmetern ist dies die grösste Liegenschaft von PSP im Raum Genf. Insgesamt hat sich der Leerstand auf Jahressicht aber verringert, und zwar konkret auf 8,3% von 9,4% (jeweils per Ende September).

Beim Betriebsertrag resultiert insgesamt eine klare Steigerung von +31% auf 246,6 Mio CHF. Schub gab vor allem der Erfolg aus der Neubewertung der Liegenschaften (+17,7 Mio CHF vs. -38,4 Mio in Vorjahresperiode) sowie ein höherer Gewinn, der mit dem Verkauf von Eigentumswohnungen erzielt wurde (+19,9 Mio CHF vs 13,1 Mio). Allein auf das dritte Quartal entfallen mit dem Verkauf des Wohnbauprojekt "Salmenpark II" in Rheinfelden 17,8 Mio.

Die Dynamik bei den Gewinnzahlen ist allerdings deutlich geringer. Hier klammert PSP aber auch den Neubewertungserfolg sowie den Erfolg aus dem Verkauf von Büro- und Geschäftsliegenschaften (0,3 Mio CHF vs. 1,1 Mio) aus. So stieg der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA noch um 1,5% auf 187,4 Mio CHF und der Reingewinn u.a. aufgrund eines tieferen Steueraufwands um 4,6% auf 138,2 Mio. Mit den vorgelegten Zahlen hat PSP die Erwartungen der Analysten erfüllt.

MARKT BLEIBT ANSPRUCHSVOLL

Mit Blick voraus heisst es, dass der Immobilienmarkt für Büro- und Verkaufsflächen anspruchsvoll bleibe. Der schwierigste Markt sei Genf. Hier stagniert weiterhin die Nachfrage, und es sei absehbar, dass das Angebot in den kommenden Jahren durch Neubauprojekte zunehmen werde. Zudem sei die Konsolidierung des Finanzsektors noch nicht so weit fortgeschritten wie in Zürich. Die Konzernleitung geht daher davon aus, dass die Mieten in Genf weiter sinken werden.

Insgesamt scheint sich der Büromarkt, insbesondere an guten Lagen, aber zu stabilisieren, wie es weiter heisst. Aufgrund der besseren Wirtschaftsprognosen für 2017 und 2018 könnte es zu einer Verbesserung bei der Nachfrage nach Büroflächen kommen. Mit rasch steigenden Büromieten rechnet PSP jedoch nicht.

Für das Gesamtjahr 2017 rechnet die Konzernleitung weiterhin mit einem Überschuss auf Stufe EBITDA (vor Bewertungseffekten) von "über" 240 Mio CHF (VJ 241,3 Mio). Die Leerstandsquote per Jahresende wird neu "unter" 8,5% erwartet, zuvor galt 8,5% als Zielquote.

cp/uh

(AWP)