Raiffeisen-Gewinn sinkt um 6,6% auf 754,1 Mio CHF; Hoher Abschreiber auf Leonteq

Die Raiffeisen-Gruppe hat 2016 nach dem Rekordergebnis im Vorjahr weniger Geschäftserfolg und Gewinn erzielt. Alle Ertragspositionen verzeichneten jedoch ein Wachstum.
24.02.2017 06:32

Der Gesamtertrag stieg um 2,7% auf 3,10 Mrd CHF, wobei der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 2,0% auf 2,22 Mrd zulegte. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft trug mit einem Plus von 0,9% auf 466,8 Mio CHF bei, der Handelserfolg mit 8,9% auf 227,9 Mio sowie der übrige Erfolg mit 9,5% auf 183,1 Mio CHF.

Es fiel allerdings ein erhöhter Geschäftsaufwand wegen Investitionen in die Informatik- und physische Infrastruktur, gestiegene regulatorische Aufwände sowie eine Wertberichtigung auf der Leonteq-Beteiligung in der Höhe von 69 Mio CHF an. Im Zusammenhang mit dem Verkauf der Asset-Management-Gesellschaft Vescore ergab sich zudem ein ausserordentlicher Ertrag von 64 Mio CHF.

Der Geschäftserfolg sank im Berichtsjahr in der Folge um 9,4% auf 854,7 Mio CHF. Unter dem Strich verblieb ein Gruppengewinn von 754,1 Mio CHF (-6,6%). Damit habe die Bankengruppe trotz Sondereffekten den dritthöchsten Gewinn ihrer Geschichte erwirtschaftet, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Von "ausgezeichnete Leistungen" in einem wirtschaftlich herausfordernden Marktumfeld ist die Rede.

Im Hypothekargeschäft habe man die Erfolgsgeschichte fortschreiben können. Mit einem Zuwachs der Hypothekarforderungen von 4,3% auf 165,4 Mrd CHF halte Raiffeisen nun einen Marktanteil von 17,2% des hiesigen Marktes nach 16,9% im Vorjahr.

Die verwalteten Kundenvermögen (AuM) gaben dagegen ab um 2,9% auf 202,8 Mrd CHF. Obwohl im vergangenen Jahr ein Netto-Neugeldzufluss von 8,0 Mrd CHF verzeichnet worden sei, habe dieser nicht ausgereicht, um den Rückgang von 14,0 Mrd CHF aus dem Verkauf von Vescore zu kompensieren, so Raiffeisen.

Vorsichtig zeigt sich Gruppe für das laufende Jahr: Auf finanzieller Ebene werde das Geschäftsjahr 2017 für die Gruppe herausfordernd, heisst es. Trotz der anhaltend anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechne man dennoch mit einem leicht höheren Ertragswachstum und einem höheren operativen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr.

ys/gab

(AWP)