Raiffeisen-Gruppe hält trotz Schliessungen Beschäftigung stabil

Die Raiffeisen-Gruppe will die Zahl ihrer Mitarbeitenden insgesamt nicht reduzieren, obwohl von den rund 960 Geschäftsstellen in den nächsten fünf bis zehn Jahren rund 160 geschlossen werden. Dies versicherte Raiffeisen-Chef Patrik Gisel in einem Interview.
18.05.2017 13:05

"Obwohl wir unsere Präsenz an einigen Standorten zurückfahren, wächst die Raiffeisen-Gruppe um 150 bis 200 Mitarbeitende pro Jahr", sagte Gisel gegenüber der Westschweizer Zeitung "La Liberté". "Unser Wachstum konzentriert sich vor allem auf die grossen Städte wie Zürich, Basel, Bern, Lausanne oder Genf; deshalb nimmt besonders dort der Bestand an Mitarbeitenden zu."

Letzten Dezember hatte die Nummer Drei im Schweizer Bankensektor angekündigt, in den nächsten fünf bis zehn Jahren die Anzahl seiner Geschäftsstellen auf etwa 800 zu reduzieren. Ende 2016 waren es 955 gewesen.

Laut Geschäftsbericht zählte die Raiffeisen-Gruppe 11'026 Mitarbeitende per Ende 2016; das waren 0,2% weniger als im Jahr zuvor. Umgerechnet auf Vollzeitstellen waren es 9276 oder 0,1% weniger als im Vorjahr.

Bereits im Februar 2016 hatte die Banken-Gruppe ihre Strategie angekündigt, die Anzahl kleiner zugunsten grösserer Filialen reduzieren zu wollen. "Bei den derzeitigen Marktverhältnissen sind unsere Filialen häufig zu klein", sagte der Raiffeisen-Chef.

mk

(AWP)