Ray-Ban-Konzern Luxottica macht dank Steuerreform deutlich mehr Gewinn

Der vor der Fusion mit Essilor stehende Luxottica-Konzern hat seinen Gewinn 2017 deutlich gesteigert. Unter dem Strich wuchs der auf die Aktionäre entfallende Überschuss um mehr als ein Fünftel und durchbrach damit erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von einer Milliarde Euro, wie der italienische Brillenhersteller am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Die Anteilseigner sollen eine um 10 Prozent auf 1,01 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten.
26.02.2018 18:45

Einen grossen Anteil an dem Gewinnsprung hatten Steuereffekte - sowohl in Italien als auch durch die Steuerreform in den USA. Bereinigt um diese und andere Einflüsse legte der Nettogewinn um zehn Prozent auf 970 Millionen Euro zu. Dabei halfen auch gesunkene Kosten.

Der bereinigte operative Gewinn lag mit 1,44 Milliarden Euro knapp über dem Wert des Vorjahres, übertraf aber die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz legte ebenfalls nur geringfügig um 0,8 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro zu. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 2,2 Prozent. Luxottica gehört unter anderem die Marke Ray-Ban, der Konzern stellt aber auch Gestelle für Luxusmarken wie Armani, Chanel oder Prada her.

Essilor und Luxottica hatten vor über einem Jahr ihren Zusammenschluss angekündigt. Die Fusion sollte eigentlich bis Ende 2017 unter Dach und Fach sein - allerdings zieht sich die kartellrechtliche Prüfung noch hin. Bei grünem Licht würden in Zukunft der weltgrösste Brillenhersteller und der grösste Hersteller von Gläsern unter einem Dach sein. Luxottica geht nun davon aus, dass der Zusammenschluss bis Mitte des Jahres erfolgen kann./she/stw

(AWP)