Rechtsstreit mit Zulieferer - VW muss weiter warten

WOLFSBURG/BRAUNSCHWEIG (awp international) - Der Rechtsstreit mit einem Zulieferer könnte die Produktion bei Volkswagen noch für Wochen beeinträchtigen. Die juristische Auseinandersetzung um fehlende Getriebeteile geht am Landgericht Braunschweig erst am 31. August weiter - dann in einer mündlichen Verhandlung. Auslöser ist der Widerspruch des Zulieferers gegen eine einstweilige Verfügung, mit der VW die Wiederaufnahme der Belieferung erzwingen will.
18.08.2016 11:55

Gegen eine Schwesterfirma dieses Zulieferers, die für VW Sitzbezüge herstellt, habe der Autobauer schon in der vergangenen Woche einen wirksamen Vollstreckungstitel erwirkt, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag. Bei dem Getriebeteil-Zulieferer sei das aber anders.

VW leidet massiv unter dem Ausfall in seiner Teilekette: Das Passat-Werk in Emden hat schon Kurzarbeit angemeldet. Auch in Wolfsburg, Kassel und Zwickau droht Stillstand. Betroffen von den Getriebeengpässen ist der Golf, Deutschlands meistverkauftes Auto.

Die VW-Zulieferer wollten sich am Donnerstag nicht äussern. Fraglich ist, was den Streit zwischen Deutschlands grösstem Konzern und den kleinen mittelständischen Partner derart eskalieren liess. Die Engpässe drohen Teile der Produktion beim Modell Golf zu lähmen./loh/DP/she

(AWP)