Reckitt Benckiser profitiert von schwachem Pfund

Der britische Konsumgüter-Konzern Reckitt Benckiser hat seinen Umsatz im ersten Quartal nur dank des schwachen Pfunds kräftig gesteigert. Die Erlöse stiegen aufgrund des Wertverlusts der britischen Währung um 15 Prozent auf 2,6 Milliarden Pfund (3,1 Mrd Euro), wie der Hersteller von Calgon und Sagrotan am Freitag mitteilte. Rechnet man Währungsschwankungen sowie den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen heraus, stagnierte die Entwicklung hingegen.
21.04.2017 08:41

Analysten hatten mit einem leichten Wachstum gerechnet. Damit schnitt Reckitt Benckiser deutlich schlechter ab als die Wettbewerber Unilever und Nestle , die aus eigener Kraft ein Umsatzwachstum von 2,9 Prozent und 2,3 Prozent erzielt hatten. Die Briten gehen jedoch von einem Anziehen der Geschäfte im Jahresverlauf aus. Das Management bekräftigte die Prognose eines vergleichbaren Wachstums von 3 Prozent für 2017.

Die Übernahme des Babynahrungherstellers Mead Johnson liege im Plan, erklärte Reckitt weiter. Sie soll zum Ende des dritten Quartals abgeschlossen werden. Keine Neuigkeiten gab es zu einer möglichen Trennung von der Lebensmittelsparte, die bei Reckitt nicht mehr zum Kerngeschäft gehört. Das Unternehmen prüfe weiterhin eine Reihe von Optionen, hiess es lediglich.

Reckitt erzielt den Grossteil seines Umsatzes mit Haushaltsreinigern wie Finish, Cillit Bang und Sagrotan verkauft aber auch Arzneimittel wie Dobendan, Nurofen und Gaviscon. Die Lebensmittelsparte erzielte im vergangenen Jahr Umsätze in Höhe von 411 Millionen Pfund - konzernweit erlöste Reckitt Benckiser 9,9 Milliarden Pfund./nas/stw/zb

(AWP)