Renault-Präsident enttäuscht über geplatzte Fusion mit Fiat Chrysler

Der Präsident von Renault , Jean-Dominique Senard, hat sich über den gescheiterten Fusionsversuch mit Fiat Chrysler tief enttäuscht gezeigt. Ziel sei es gewesen, einen europäischen Spitzenreiter in der Autobranche zu formieren, sagte Senard am Mittwoch in Paris bei der Hauptversammlung des französischen Herstellers. "Für Frankreich, für Renault und für Europa gab es ein perfektes Beispiel, um zu zeigen, dass wir fähig sind, etwas gemeinsam zu machen."
12.06.2019 18:22

Fiat Chrysler hatte Mitte vergangener Woche seine Offerte für einen Zusammenschluss überraschend zurückgezogen, da Renault eine Entscheidung über förmliche Fusionsgespräche verzögerte. Der französische Staat hält 15 Prozent der Anteile bei Renault und hat deshalb eine starke Stellung. Senard sagte vor der Aktionären, der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire habe ihm vor einigen Monaten geraten, Kontakt mit den Verantwortlichen von Fiat Chrysler aufzunehmen. Das habe er gemacht, berichtete Senard.

Es war das erste Aktionärstreffen seit langem ohne den langjährigen Konzernchef Carlos Ghosn. Der Topmanager war Ende 2018 in Japan wegen angeblichen Verstosses gegen Börsenauflagen verhaftet worden. Zu Jahresbeginn hatte Renault eine neue Führung eingesetzt. Senard ist Präsident, das operative Geschäft wird von Generaldirektor Thierry Bolloré geführt./cb/DP/jha

(AWP)

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