Renault-Produktion nach Hackerangriff teilweise gestoppt

(Erweiterte Fassung) - Der weltweite Hackerangriff behindert die Produktion des französischen Auto-Herstellers Renault. Mehrere Fabriken seien betroffen, sagte ein Sprecher des Konzerns am Samstag. Unter anderem sei die Fertigung in Sandouville im Nordwesten des Landes gestoppt worden.
13.05.2017 17:30

Weitere Details zu anderen Werken wollte der Sprecher nicht nennen. In Justizkreisen hiess es, die Pariser Staatsanwaltschaft ermittle in dem Fall.

Zuvor hatte es bereits von Renault geheissen, die Schadsoftware sei in Systemen des Autobauers entdeckt worden. Es seien Massnahmen gegen eine weitere Verbreitung eingeleitet worden. Die Renault-Tochter Dacia teilte mit, Teile der Produktion im rumänischen Mioveni würden durch Probleme in der IT behindert. Einige Mitarbeiter seien nach Hause geschickt worden.

Der japanische Hersteller Nissan teilte mit, ebenfalls betroffen zu sein. Es gebe allerdings keine grösseren Auswirkungen auf den Betrieb. Konkret gehe es um die Fabrik in Sunderland im Nordosten Englands mit 7000 Beschäftigten. "Unsere Teams arbeiten daran, das Problem zu lösen.

Bei einem der bislang grössten Cyberangriffe weltweit wurden am Wochenende Zehntausende Computer von Konzernen und Institutionen lahmgelegt. Besonders schwer betroffen war das britische Gesundheitssystem.

Auch die Deutsche Bahn traf die Attacke. Das Virus nutzt in rund 100 Ländern einen bekanntgewordenen Code des US-Geheimdienstes NSA und eine Lücke im Betriebssystem Windows, wie Computerexperten berichteten.

(AWP)