Richemont-Angestellte lehnen Sozialplan zum Stellenabbau ab

Bern (awp/sda) - Die Angestellten der zu Richemont gehörenden Uhrenmarken Vacheron Constantin und Piaget lehnen den Sozialplan zum Abbau von insgesamt 211 Stellen ab. Stattdessen fordern sie die Einführung von Kurzarbeit.
06.12.2016 15:03

Eine Mehrheit der Beschäftigten sei zum Schluss gekommen, dass der geplante Stellenabbau an fünf Standorten in den Kantonen Genf, Neuenburg und Waadt ausschliesslich durch Profitsteigerungen für die Aktionäre und das Management der Richemont-Gruppe motiviert seien, teilte die Gewerkschaft Unia am Dienstag mit.

Die Überkapazitäten in der Produktion sollen laut den Arbeitnehmern durch freiwillige Abgänge und durch die Einführung von Kurzarbeit abgebaut werden.

Für den Fall, dass Richemont nicht einlenken sollte, hat die Gewerkschaft Unia die Mediationsstelle des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) der Schweizerischen Uhren- und Mikrotechnikindustrie angerufen. Ein Treffen mit der Richemont-Geschäftsleitung war für Dienstagnachmittag vorgesehen.

Richemont hatte den Abbau Ende Februar mit der schwierigen Lage in der Uhrenbranche, dem starken Franken und dem bedeutenden Rückgang im europäischen Tourismus begründet. Neben den Marken Piaget und Vacheron Constantin ist auch Cartier vom Abbau betroffen.

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(AWP)