Richemont wächst in ersten fünf Monaten mit 12% in LW - Starke Schmuckverkäufe

Der Luxusgüterkonzern Richemont ist im Geschäftsjahr 2017/18 wie erwartet auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Vor allem die Schmucksparte verzeichnete einen deutlichen Umsatzzuwachs; auch die Verkäufe in der Region Asien-Pazifik nahmen stark zu.
13.09.2017 07:50

In den ersten fünf Monaten von April bis August wuchs der Umsatz der Gruppe in der Berichtswährung Euro um 10%, in Lokalwährungen resultierte ein Plus von 12%. Auch wenn man die im Vorjahr getätigten Rückkäufe von Uhren aus den Lagern der Händlern ausklammert, wäre der Umsatz in der Berichtsperiode in Lokalwährungen noch um 7% gewachsen, schreibt Richemont im Vorfeld der am heutigen Mittwoch stattfindenden ordentlichen Generalversammlung.

Die Zunahme kommt nicht ganz überraschend. Schliesslich waren die Verkäufe in der Vorjahresperiode - auch wegen der Rückkäufe - deutlich zurückgegangen, ehe sich das Blatt vor allem im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2016/17 (Januar-März) gewendet hat. Die Lage hat sich zuletzt auch in der gesamten Schweizer Uhrenindustrie entspannt. Das lässt sich anhand der Uhrenexporte ablesen, die in den Monaten Mai (real: +4,1%), Juni (+8,7%) und Juli (+2,5%) drei Mal in Folge angestiegen sind.

Analysten hatten von Richemont in der Berichtsperiode im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatzanstieg in Euro von 9% und in Lokalwährungen um 10% erwartet. Damit hat Richemont die Erwartungen übertroffen.

Angetrieben wurde das kräftige Wachstum von der Schmucksparte. Der Umsatz mit Schmuck von Cartier oder Van Cleef & Arpels stieg um 16% (+17% in LW). Die Uhrenverkäufe mit Marken wie Piaget, JaegerLeCoultre oder IWC wuchsen um 6% (+7%). Und in der Sparte "Other", u.a. mit Accessoire-Marken wie Dunhill oder den Schreibwaren von Montblanc, legte Richemont um 2% (+3%) zu.

Nach Regionen aufgeschlüsselt weist Asien-Pazifik mit 23% in Lokalwährungen das stärkste Wachstum aus, gefolgt von Japan (+11%) und Amerika (+9%). Nur leicht zulegen konnten Europa (+3%) sowie die Region Mittlerer Osten/Afrika (+2%). Aufgeteilt nach Verkaufskanälen haben die Richemont-Maisons in den markeneigenen Boutiquen in Lokalwährungen 12% mehr abgesetzt. Über den Händlerkanal verkaufte man 11% mehr.

Zum Ausblick hält sich Richemont in der Mitteilung bedeckt. Detaillierter über den Geschäftsgang wird die Gruppe am 10. November berichten, wenn die Zahlen zum ersten Halbjahr 2017/18 zur Publikation anstehen.

mk/ra

(AWP)