Spinnereimaschinen-Hersteller - Rieter verdient 2016 weniger, zahlt aber höhere Dividende

Rieter hat 2016 erwartungsgemäss deutlich weniger verdient.
14.03.2017 07:41
Firmenlogo an einer Rieter-Textilmaschine in Kollbrunn ZH.
Firmenlogo an einer Rieter-Textilmaschine in Kollbrunn ZH.
Bild: cash

Der EBIT nahm um 23% auf 56,5 Mio CHF ab, der Reingewinn um 14% auf 42,7 Mio CHF. Den Aktionären soll gleichwohl eine auf 5,00 von 4,50 CHF erhöhte Dividende pro Titel ausbezahlt werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt. Letzteres wird mit der Ausschüttungsquote von "mindestens 40% des Gewinns" begründet.

Die Gewinnzahlen sind keine Überraschung, nachdem das Unternehmen Anfang Februar bei der Publikation des Umsatzes Margen genannt hatte. Entsprechend liegen die ausgewiesenen Werte im Rahmen der Erwartungen. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) einen EBIT von 57,0 Mio und einen Reingewinn von 41,4 Mio CHF erwartet. Mit einer erhöhten Dividende hatte hingegen niemand gerechnet.

Wie bekannt erzielte das Winterthurer Unternehmen 2016 einen 9% tieferen Umsatz von 945 Mio CHF; der Bestellungseingang nahm hingegen um 13% auf 905,2 Mio CHF zu.

Für das laufende Jahr erwartet das Management einen Umsatz auf Vorjahreshöhe. Auch bei der Profitabilität wird das 2016er-Niveau angepeilt (vor Restrukturierungskosten). Die Visibilität auf den Absatzmärkten sei jedoch weiterhin gering, heisst es weiter. In den ersten beiden Monaten habe sich die Nachfrage nach Komponenten und Ersatzteilen stabil entwickelt, jene nach Neumaschinen habe auf niedrigem Niveau verharrt.

«Urgestein» Stoller tritt zurück

Im Verwaltungsrat kommt es zu einem prominenten Abgang. Präsident Erwin Stoller habe sich entschieden, an der kommenden Generalversammlung nicht mehr zur Wahl anzutreten, teilt die Gesellschaft weiter mit. Stoller war insgesamt fast 40 Jahr für die Gesellschaft tätig, unter anderem als CEO, und gilt als eigentliches Rieter-"Urgestein". Als Nachfolger wird Bernhard Jucker nominiert, der dem Gremium seit einen Jahr angehört. Ausserdem sollen neu Luc Tack und Carl Illi in den Verwaltungsrat einziehen.

(AWP)