Ringier-CEO Walder setzt auf breites Angebots-Spektrum

Bei Ringier setzt CEO Marc Walder auf eine breite Aufstellung der Mediengruppe. Wie der Manager im Interview mit der "NZZ" vom Samstag erklärt, ist es wichtig, nicht nur vom Journalismus abhängig zu sein, sondern auch mit der voranschreitenden Digitalisierung Schritt zu halten und hier Einnahmequellen zu sichern.
09.04.2017 14:13

Es sei eine tiefe Überzeugung, dass eine grosse Abhängigkeit vom Journalismus lebensgefährlich sei, sagt der Manager. Es sei seine Aufgabe, das Unternehmen so aufzustellen, dass die nächste Generation der Familie Ringier ein rentables Unternehmen übernehme. "Wenn wir heute noch mehr als fünfzig Prozent Abhängigkeit vom Journalismus hätten, dann könnte ich nicht mehr ruhig schlafen", so Walder.

Im Bereich der digitalen Geschäfte wiederum sei es wichtig, den Kunden nicht nur Werbeplätze anzubieten, sondern hier seien vor allem kreative Lösungen gefragt, betont der CEO. "Unsere Aufgabe ist es, beispielsweise mit 'Blick', 'Schweizer Illustrierte', 'Bilanz' oder 'Handelszeitung' kommerzielle Gesamtpakete zu entwickeln, damit der Kunde seine Kommunikationsbedürfnisse am besten zu erfüllen vermag", führt er weiter aus.

Mittlerweile seien die Online-Rubriken der wichtigste Treiber des operativen Gewinns, erklärt Walder. Die Gruppe sei in Europa bereits auf Platz sechs der grössten Online-Rubriken-Unternehmen.

Mit Blick auf die breite Aufstellung der Gruppe, betont Walder, dass es wichtig sei, ein Management zu haben, das die Kompetenz hat, dieses Portfolio zu handhaben.

hr/

(AWP)