Ringier führt Arbeitszeiterfassung ein

Zürich (awp/sda) - Bei Ringier werden ab Anfang 2017 die Arbeitszeiten der Redaktionsmitarbeitenden erfasst. Das Medienhaus und die Journalistenverbände impressum und syndicom haben sich auf eine vereinfachte Arbeitszeiterfassung geeinigt und eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen.
26.07.2016 13:29

Die Verhandlungspartner hätten sich in vier Runden mit der Frage befasst, wie die neuen Vorschriften der Arbeitsgesetz-Verordnung (ArGV) auf Betriebsebene sinnvoll und praktikabel umgesetzt werden können, teilten impressum und syndicom am Dienstag mit. Die neue Bestimmung der ArGV lasse unter gewissen Bedingungen eine vereinfachte Arbeitszeiterfassung zu.

Ringier-Konzernsprecher Edi Estermann bestätigte auf Anfrage den Abschluss der Vereinbarung zur Einführung der Arbeitszeiterfassung. In einem nächsten Schritt würden nun die Details des Zeitmanagements in einem Reglement festgelegt. In Kraft treten werde dieses am 1. Januar 2017.

Laut den Journalistenverbänden ist der Abschluss der Vereinbarung ein "positiver Schritt in Richtung einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Medienschaffenden in der Schweiz". Ringier sei das erste Medienunternehmen, das bezüglich Arbeitszeit und deren Erfassung aktiv geworden sei und nehme damit eine wichtige Vorreiterrolle ein.

Die Journalistenverbände hatten 2014 wegen der fehlenden Arbeitszeiterfassung bei Ringier und Tamedia Anzeigen beim Stadtzürcher Arbeitsinspektorat erstattet.

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(AWP)