Roboterhersteller Kuka erleidet Gewinneinbruch

München (awp/sda/reu) - Hohe Sonderkosten rund um die Übernahmeofferte aus China haben den Gewinn des deutschen Roboter- und Anlagenbauers Kuka gedrückt. Im zweiten Quartal sackte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 62 Prozent auf 15,3 Millionen Euro ab.
03.08.2016 07:59

Die Umsatzrendite gab von 5,3 Prozent vor Jahresfrist auf jetzt 2,2 Prozent nach, wie das Unternehmen aus Augsburg am Mittwoch mitteilte. Die Erlöse sanken im abgelaufenen Quartal um sieben Prozent auf 704 Millionen Euro. Kuka begründete dies damit, dass Kunden in den Geschäftsbereichen Anlagenbau und Logistik grössere Aufträge tendenziell erst im zweiten Halbjahr abriefen.

Die Auftragsbücher schwollen indes im vergangenen Vierteljahr an: Der Auftragseingang legte um 28 Prozent zu auf gut 893 Millionen Euro. Zu diesem Rekordwert hätten alle Geschäftsbereiche beigetragen, hiess es. Für 2016 bekräftigte Kuka die Prognose, wonach der Umsatz auf mehr als drei Milliarden Euro steigen und die bereinigte Rendite über 5,5 Prozent liegen soll.

Die Sonderkosten für das Übernahmeangebot vom chinesischen Haushaltsgeräte-Hersteller Midea werden demnach rund 30 Millionen Euro betragen, wovon ein Grossteil bereits im zweiten Quartal verbucht wurde.

Die Chinesen stiessen mit ihrer lukrativen Offerte bei den allermeisten Aktionären auf Gegenliebe. Wie viele Kuka-Anteile Midea genau hält, steht in Kürze fest. Die Nachfrist für die Annahme des Angebots läuft am Mittwoch um Mitternacht aus.

(AWP)