Roche-GS mit geringen Avancen - Abschluss und Ausblick enttäuschen leicht

Die Genussscheine von Roche tendieren im frühen Mittwochshandel in einem insgesamt freundlichen Gesamtmarkt mit leichten Avancen. Der Pharmakonzern hat mit seinem Gesamtjahresabschluss die Erwartungen der Analysten knapp verfehlt. Das vierte Quartal war etwas schwächer als erwartet. Auch der zurückhaltende Gewinnausblick sorgt für eine gewisse Enttäuschung.
01.02.2017 09:36

Die Roche-Valoren notieren um 9.30 Uhr 0,2% höher auf 233,50 CHF. Das bisherige Tageshoch wurde bei 234,80 CHF erreicht. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI steht zur gleichen Zeit 0,6% im Plus.

Sowohl der von Roche für das Gesamtjahr ausgewiesenen Umsatz wie auch der Kernbetriebsgewinn blieben leicht hinter den Konsensschätzungen zurück. Vontobel spricht denn auch von "eher durchwachsenen" Zahlen. Der Trend im vierten Quartal zeige etwelche Schwächen, heisst es bei BaaderHelvea.

Mit Blick auf den Umsatz haben sich insbesondere Schlüsselmedikamente wie Avastin oder Herceptin im Schlussquartal etwas schlechter als erhofft verkauft. Besser lief dagegen das jeweils starken Nachfrageschwankungen unterliegende und als tiefmargig geltende Grippemedikament Tamiflu.

Auf Ebene des Kerngewinns wird dagegen hauptsächlich die Diagnostik-Sparte für das Verfehlen der Erwartungen verantwortlich gemacht. Den Grund sieht Morgan Stanley wiederum beim starken Preisdruck im Bereich Diabetes Care.

Für gewisse Enttäuschung unter den Analysten sorgt der eher zurückhaltende Kerngewinnausblick für das laufende Jahr. Roche stellt anders als für 2016 nur ein Wachstums des Kerngewinns je Titel im Rahmen des Verkaufswachstums und nicht mehr über dem Umsatzwachstum in Aussicht. Damit dürfte die Guidance etwas unter dem aktuellen Konsens liegen, meint beispielsweise Berenberg. Auch Morgan Stanley geht davon aus, dass der Konsens für den EPS leicht nach unten revidiert werden wird.

Für die ZKB ist Guidance 2017 "erreichbar". Die Analysten der Zürcher Staatsbank geben aber zu bedenken, dass der Markt negativ auf die reduzierten Wachstumsaussichten reagieren dürfte.

gab/ys

(AWP)