Roche legt an ASCO-Kongress detaillierte Daten aus Aphinity- und Alex-Studie vor

Roche hat am diesjährigen Onkologie-Kongress ASCO zu zwei der zuletzt wichtigsten Studien ausführliche Daten vorgelegt. So habe in der APHINITY-Studie die Kombination aus Perjeta (Pertuzumab), Herceptin (Trastuzumab) und Chemotherapie die Gefahr deutlich reduziert, dass die Brustkrebserkrankung zurückkehre, teilt Roche am Montan mit. In der ALEX-Studie wiederum habe sich gezeigt, dass eine Behandlung mit Alecensa (Alectinib) die Gefahr deutlich reduziere, dass eine bestimmte Art von Lungenkrebs entweder weiter fortschreitet, oder die Patienten sterben.
05.06.2017 14:29

Mit Blick auf APHINITY hebt Roche in der Mitteilung hervor, dass sich die Behandlung in der Perjeta-Kombination der aktuellen Standard-Therapie als überlegen erwiesen habe. Das ist wichtig, da Roche mit seinem Mittel Herceptin in Kombination mit Chemotherapie derzeit auch die Standard-Therapie anbietet. Durch ablaufenden Patente droht aber gerade Herceptin durch Nachahmer-Produkte eine Umsatzerosion.

Die Daten werden nun der weltweiten Gesundheitsbehörden vorgelegt, kündigt Roche an.

In der weltweiten ALEX-Studie wiederum habe sich Alecensa als Erstlinien-Therapie als wirksamer erwiesen als eine Behandlung mit Crizotinib. Die Gefahr, dass eine bestimmte Form von Lungenkrebs voranschreite, oder es zu Todesfällen komme, sei gegenüber Crizotinib um mehr als die Hälfte niedriger gewesen.

Gleichzeitig habe Alecensa das Risiko reduziert, dass der Krebs sich weiter ausbreitet oder im Hirn oder zentralen Nervensystem wächst, heisst es weiter.

hr/

(AWP)