Roche legt an ASCO-Kongress detaillierte Daten aus Aphinity- und Alex-Studie vor

(Meldung um weitere Details ausgebaut) - Roche hat am diesjährigen Onkologie-Kongress ASCO zu zwei der zuletzt wichtigsten Studien ausführliche Daten vorgelegt. So habe in der APHINITY-Studie die Kombination aus Perjeta (Pertuzumab), Herceptin (Trastuzumab) und Chemotherapie die Gefahr deutlich reduziert, dass die Brustkrebserkrankung zurückkehre, teilt Roche am Montag mit. In der ALEX-Studie wiederum habe sich gezeigt, dass eine Behandlung mit Alecensa (Alectinib) die Gefahr deutlich reduziere, dass eine bestimmte Art von Lungenkrebs entweder weiter fortschreitet, oder die Patienten sterben.
05.06.2017 14:34

Mit Blick auf APHINITY hebt Roche in der Mitteilung hervor, dass mit der Perjeta-Kombination in der adjuvanten Behandlung, also nach der Operation, die Gefahr gesunken sei, dass der Brustkrebs zurückkehre, oder es zum Tod (invasive disease-free survival, iDFS) komme. Bei Patienten mit HER2+ frühem Brustkrebs sei diese Gefahr um 19% reduziert worden, verglichen mit einer Kombination aus Herceptin und Chemotherapie.

Nach drei Jahren hätten 94,1% der Patienten, die mit der Perjeta-Kombination behandelt wurden, keinen Rückfall gehabt, verglichen mit 93,2% im Fall der Herceptin-Therapie.

PERJETA-KOMBINATION ZEIGT SICH DER STANDARD-THERAPIE ALS ÜBERLEGEN

Wie Roche in der Mitteilung weiter schreibt, hat sich die Perjeta-Kombination gegenüber der aktuellen Standard-Therapie als überlegen erwiesen. Das ist wichtig, da Roche mit seinem Mittel Herceptin in Kombination mit Chemotherapie derzeit auch die Standard-Therapie anbietet. Durch ablaufenden Patente droht aber gerade Herceptin durch Nachahmer-Produkte eine Umsatzerosion.

Auf Sicht von vier Jahren sei die Krankheit bei 92,3% der Patienten nicht zurückgekehrt, die mit der Perjeta-Kombination behandelt wurden, verglichen mit 90,6% in der Vergleichsbehandlung.

Die Daten werden nun der weltweiten Gesundheitsbehörden vorgelegt, kündigt Roche an.

ALEX-STUDIE REDUZIERT RISIKEN DEUTLICH GEGENÜBER CRIZOTINIB

In der weltweiten ALEX-Studie wiederum habe sich Alecensa als Erstlinien-Therapie als wirksamer erwiesen als eine Behandlung mit Crizotinib. Die Gefahr, dass eine bestimmte Form von Lungenkrebs voranschreite, oder es zu Todesfällen komme, sei gegenüber Crizotinib um mehr als die Hälfte niedriger gewesen.

Die Gefahr, dass der ALK+ fortgeschrittene nicht-kleinzellige Lungenkrebs (NSCLC) weiter fortschreitet oder es zum Tod komme, sei in der Erstlinien-Therapie mit Alecensa gegenüber einer Behandlung mit Crizotinib um 53% gesunken.

Gleichzeitig habe Alecensa das Risiko reduziert, dass der Krebs sich weiter ausbreitet oder im Hirn oder zentralen Nervensystem wächst, heisst es weiter.

DATEN VERGLEICHBAR MIT FRÜHEREN ERKENNTNISSEN

Die Daten werde Roche im New England Journal of Medicine veröffentlichen. Die vorgelegten Daten stimmen in etwa mit den Ergebnisse überein, die Roche bereits vor einem Jahr mit seiner J-ALEX-Studie vorgelegt hatte. Dass die Ergebnisse vergleichbar seien, hatte Thomas Büchele, Head Global Medical Affairs Hematology & Oncology bei Roche, gegenüber AWP bereits im Vorfeld des Kongresses angekündigt.

hr/cp

(AWP)