Roche meldet Rückschlag für Blasenkrebsmittel Tecentriq

(Meldung mit weiteren Details und Hintergrund ergänzt) - Roche muss mit seinem Immun-Therapeutikum Tecentriq einen Rückschlag einstecken. Das Mittel erreichte in der Phase-III-IMvigor211-Studie den primären Endpunkt nicht, wie der Pharmakonzern am Mittwoch mitteilt. In dieser Studie wurde Tecentriq in der Behandlung von Patienten mit einer bestimmten Form von lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Blasenkrebs (mUC) getestet, bei denen die Krankheit während oder nach der Behandlung mit einer Platin-basierten Chemotherapie fortgeschritten ist. Der primäre Endpunkt der Studie bestand im Überleben der Patienten im Vergleich zur Chemotherapie.
10.05.2017 08:08

Die IMvigor211-Daten würden weiter untersucht, um diese Ergebnisse besser zu verstehen, einschliesslich der anfänglichen Beobachtung, dass die Ergebnisse des Chemotherapie-Teils besser waren als die Annahmen aus dem Studienentwurf, heisst es. Vollständige Daten will Roche im Laufe des Jahres präsentieren.

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hatte Tecentriq erst vor kurzem zur Erstlinienbehandlung von mUC-Patienten, die für eine Cisplatin-Chemotherapie ungeeignet sind, ein beschleunigtes Zulassungsverfahren zugesprochen. Eine Phase-III-Studie (IMvigor130) laufe dazu derzeit noch, heisst es weiter.

Tecentriq, das zu den Hoffungsträgern der Basler zählt, ist zur Behandlung dieser speziellen Form von Blasenkrebs sowie zur Behandlung einer bestimmten Form von Lungenkrebs bereits seit letztem Jahr in den USA zugelassen - in beiden Fällen allerdings als Zweitlinientherapie.

Vorbörslich geben die Genussscheine von Roche im Anschluss an diese Nachricht 1,7% und damit klar überdurchschnittlich nach.

cp/cf

(AWP)