Roche wächst dank neuer Produkte und sieht sich für Jahresziele auf Kurs

(Meldung um weitere Details ergänzt) - Der Pharmakonzern Roche ist in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres vor allem dank seiner zuletzt eingeführten Mittel gewachsen. Sie haben in den ersten drei Quartalen 90 Prozent zum Umsatzwachstum beigetragen. Damit hat sich der Pharmakonzern dem negativen Einfluss durch Nachahmerprodukte erfolgreich entziehen können. Entsprechend wurde auch der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt.
17.10.2018 07:53

Wie Roche am Mittwoch mitteilte, erhöhte sich der Umsatz im Berichtszeitraum um 7 Prozent auf 42,1 Milliarden Franken. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich ein Zuwachs von ebenfalls 7 Prozent. Gewinnzahlen legt der Konzern nur mit den Jahres- und Halbjahreszahlen vor.

Auf die grössere Geschäftssparte Pharma entfielen 32,7 Milliarden (+7 Prozent). Im Bereich Diagnostics stehen Erlöse in Höhe von 9,4 Milliarden (+7 Prozent) zu Buche.

Neue Mittel tragen Umsatzwachstum

Das Umsatzwachstum der Pharmasparte wurde massgeblich von den neueren Mitteln wie Ocrevus zur Behandlung von multipler Sklerose oder auch den Krebsmedikamenten Perjeta, Alecensa und Tecentriq getragen. Für das Gesamtjahr geht Roche derzeit davon aus, dass die neuen Produkte einen Umsatz von etwa 10 Milliarden Franken einfahren werden.

Das Wachstum verdankt der Konzern aber nicht alleine seinen neuen Produkten. Gerade die Blockbuster, die wegen ihrer abgelaufenen Patente unter dem Markteintritt von Nachahmerprodukten leiden, haben zum Teil nämlich auch besser als befürchtet abgeschnitten. Sowohl Mabthera/Rituxan als auch Herceptin und Avastin haben allesamt mit ihren Umsätzen etwas über den durchschnittlichen Analystenschätzungen (AWP-Konsens) gelegen.

So haben die beiden Krebsmittel Mabthera und Herceptin in Europa zwar starken Gegenwind gespürt, in den USA und der Region Asien-Pazifik ist der Umsatz hingegen weiter gestiegen. Beispielsweise Mabthera, ein Mittel gegen bestimmte Formen von Blutkrebs, rheumatoide Arthritis und spezielle Arten von Gefässentzündungen, hat in Europa einen Einbruch von knapp 50 Prozent erlitten. Hier sind bereits erste Biosimilars verfügbar. In den USA und der Region International stieg der Absatz.

Erwartungen knapp übertroffen

Insgesamt hat Roche mit seinen ausgewiesenen Zahlen die Analysten-Erwartungen hauchdünn übertroffen. Die befragten Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Gruppen-Umsatz von 41,98 Milliarden Franken geschätzt.

Für den weiteren Geschäftsverlauf bestätigt Roche seine frühere Prognose und geht von einem Verkaufswachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Beim Kerngewinn je Titel wird zu konstanten Wechselkursen dank der US-Steuerreform ein Plus im mittleren Zehnerbereich angestrebt. Ohne die Auswirkungen der Steuerreform dürfte das Wachstum des Kerngewinns weitgehend dem Verkaufswachstum entsprechen, wiederholte das Management die bisherigen Aussagen.

hr/gab

(AWP)