Roche wächst im Q1 um 4% und erfüllt eigene Ziele - Ausblick bestätigt

(Meldung um weitere Details ausgebaut) - Der Pharmakonzern Roche hat seine eigenen Ziele im ersten Quartal 2017 erreicht. Die Erwartungen der Analysten hat der Konzern sogar knapp übertroffen. So weist das Unternehmen für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzwachstum von 4% aus. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) betrug das Wachstum ebenfalls 4%. Für den weiteren Jahresverlauf bestätigt Roche seinen bisherigen Ausblick.
27.04.2017 07:59

Der Umsatz belief sich in der Berichtszeitraum auf 12,94 Mrd CHF, wie aus der Medienmitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Davon entfielen 10,18 Mrd (+4%; +3% zu kWk) auf die grösste Sparte Pharma. Getragen wurde diese Entwicklung unter anderem von leicht gesteigerten Absatzzahlen der Blockbuster MabThera/Rituxan und Herceptin, die beide Erlöse zwischen 1,7 Mrd und annähernd 1,9 Mrd CHF erzielten.

WACHSTUMSTREIBER MIT DEUTLICHEN STEIGERUNGEN

Besonders deutliche Steigerungen erzielten dagegen die beiden Wachstumsträger Tecentriq und Perjeta. Für das Immun-Therapeutikum Tecentriq weist Roche einen Umsatz in Höhe von 113 Mio CHF aus. Das Mittel wurde im vergangenen Jahr in den USA zur Behandlung von Blasen - und Lungenkrebs zugelassen. Die von AWP befragten Analysten hatten im Schnitt einen Absatz in Höhe von 109 Mio CHF prognostiziert, wobei die Bandbreite hier aber von 96 Mio bis 145 Mio reichte.

Mit dem Krebsmittel Perjeta erzielte Roche Umsätze von 524 Mio CHF, was eine Steigerung um 19% bedeutet. Das Mittel stand im Laufe des ersten Quartals vor allem wegen der Ergebnisse der wichtigen Aphinity-Studie im Fokus. Die Phase-III-Studie für ein Behandlungsregime mit dem Mittel hatte ihre Ziele erreicht. Sie konnte zeigen, dass die postoperative Behandlung mit Perjeta, Herceptin und Chemotherapie zu einem signifikant niedrigeren Rückfall- und Sterberisiko als eine Behandlung mit Herceptin und Chemotherapie allein führt.

DIAGNOSTICS-DIVISION STEIGERT UMSATZ UM 6%

Für das Diagnostics-Geschäft weist Roche Erlöse in Höhe von 2,77 Mrd CHF aus, was einem Plus von 6% (+6% zu kWk) gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Wachstum sei vor allem der guten Entwicklung von Produkten für die Immundiagnostik geschuldet, heisst es in der Mitteilung.

EIGENE ZIELE ERREICH - ANALYSTENSCHÄTZUNGEN LEICHT ÜBERTROFFEN

Mit den vorgelegten Zahlen hat Roche die eigene Guidance erreicht, wonach der Umsatz zu konstanten Wechselkursen im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen soll. Die durchschnittlichen Analysten-Schätzungen hat der Konzern bei allen Kennzahlen übertroffen. Die Experten hatten auf Gruppenebene einen Umsatz in Höhe von 12,64 Mrd CHF prognostiziert.

"Besonders erfreulich war die Zulassung von Ocrevus zur Behandlung der multiplen Sklerose (MS) in den USA Ende März", wird CEO Severin Schwan in der Mitteilung zitiert. Ocrevus eröffne als das erste und einzige von der FDA zugelassene Medikament für die Behandlung der schubförmigen und der primär progredienten MS eine neue Ära für die Therapie dieser schwerwiegenden Erkrankung, so der Manager weiter.

Wie Roche in der Mitteilung schreibt, hat Ocrevus das Potenzial, den Krankheitsverlauf für MS-Patienten zu ändern. Weltweit seien 2,3 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen, die gegenwärtig nicht heilbar ist, schätzt Roche.

In puncto Zulassungen hebt der Konzern zudem noch die vorläufige Marktzulassung von Alecensa in der EU als Monotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem nichtkleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) hervor, die zuvor mit Crizotinib behandelt wurden.

ZIELE FÜR 2017 BESTÄTIGT

Für das Gesamtjahr bestätigt Roche seine bisherige Prognose, wonach der Umsatz zu konstanten Wechselkursen im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen soll. Beim Kerngewinn je Titel wird zu konstanten Wechselkursen ein Zuwachs angestrebt, der weitgehend dem Verkaufswachstum entspricht. Roche bleibt zudem bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken weiter zu erhöhen.

hr/gab

(AWP)