Rom besiegelte Fusion von Staatsbahnen mit Fernstrassenbetreiber

Italiens staatlicher Bahnkonzern FS (Ferrovie dello Stato) fusioniert mit der Fernstrassenbetreibergesellschaft ANAS. Dies wurde am Donnerstag vom Ministerrat in Rom besiegelt. ANAS gelangt unter die Kontrolle der Staatsbahnen, bewahrt jedoch seine Autonomie.
13.04.2017 20:08

Durch die Fusion soll eine Infrastrukturgruppe von internationalem Format entstehen, die auch im Fernbusbereich aktiv werden will, hiess es in Rom. Das Unternehmen wird einen Umsatz von 10 Milliarden Euro machen und 75'000 Mitarbeitende beschäftigen.

Dank der Fusion der Staatsbahnen mit der staatlichen ANAS sollen Synergien und Kosteinsparungen in Höhe von 400 Millionen Euro möglich sein. ANAS hat den Auftrag, das Netz von Strassen und Autobahnen, die von staatlichem Interesse sind, aufrechtzuerhalten.

Die Staatsbahnen prüfen zurzeit die Börsennotierung der Hochgeschwindigkeitssparte im Rahmen eines Privatisierungsplans der Regierung. Eine 30-prozentige Beteiligung könnte im Herbst 2017 an die Börse gebracht werden. Die Bahnhochgeschwindigkeitsbranche generiert einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro.

(AWP)