Rosneft bestätigt Schröders Kandidatur für den Aufsichtsrat

Der russische Ölkonzern Rosneft hat die umstrittene Kandidatur von Altkanzler Gerhard Schröder für den Aufsichtsrat bestätigt. Neben den bisherigen neun Mitgliedern stünden auch der SPD-Politiker sowie Russlands Energieminister Alexander Nowak zur Wahl, teilte der Konzern der Agentur Tass zufolge am Donnerstag in Moskau mit.
31.08.2017 17:54

Auf Berichte, wonach Schröder Chef des einflussreichen Gremiums werden könnte, ging der Konzern nicht ein. Die Abstimmung ist für den 29. September angesetzt. Zuvor hatte Rosneft-Chef Igor Setschin vorgeschlagen, das Gremium um zwei Mitglieder zu erweitern.

Die Personalie Schröder hatte in den vergangenen Wochen scharfe Kritik vor allem bei der CDU und bei der Opposition in Berlin ausgelöst. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz distanzierte sich von den Plänen seines Parteifreundes. Die EU hat den Staatskonzern Rosneft wegen Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt 2014 mit Sanktionen belegt.

Schröder steht immer wieder wegen seiner engen Verbindungen zu Russland und dessen Präsident Wladimir Putin in der Kritik. Er ist seit dem Ende seiner aktiven Politikerkarriere Vorsitzender des Aktionärsausschusses für die Ostsee-Pipeline Nord Stream. Der russische Staatskonzern Gazprom hält die Mehrheit an dem Konsortium./tjk/DP/edh

(AWP)