Rosneft-Chef äussert sich erstmals zu Schmiergeld-Prozess

Der Chef des grössten russischen Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, hat die Bestechungsvorwürfe gegen den angeklagten Ex-Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew bekräftigt. "In seinem Amt als Minister hat Uljukajew diese illegale Bezahlung gefordert", sagte Setschin am Mittwoch in Wladiwostok der Agentur Tass zufolge. Uljukajew, der seit August vor Gericht steht, habe den Betrag festgelegt und angenommen. "Im russischen Strafrecht ist das ein Verbrechen. Es gibt auch weiter nichts dazu zu sagen." Es war das erste Mal, dass sich der Rosneft-Chef zu dem Fall äusserte.
06.09.2017 14:18

Dem Ex-Minister wird vorgeworfen, von Setschin zwei Millionen US-Dollar (1,7 Millionen Euro) für die Genehmigung eines Privatisierungsgeschäfts von Rosneft gefordert zu haben. Uljukajew behauptet hingegen, dass der Konzernchef von sich aus das Geld angeboten habe. Gemeinsam mit dem Geheimdienst FSB habe er ihn dann in eine Falle gelockt. Ob Setschin, ein Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, als Zeuge aussagen wird, ist bislang nicht bekannt./thc/DP/stb

(AWP)