RTL will Streamingplattform 'TV Now' mit mehr Eigenproduktionen aufrüsten

Der Medienkonzern RTL setzt im Wettbewerb gegen Internetkonkurrenten wie Amazon und Netflix bei seinem Streamingdienst "TV Now" verstärkt auf exklusive Inhalte. Noch sei klassisches Fernsehen das Medium mit den mit Abstand grössten Reichweiten, sagte die RTL-Deutschland-Chefin Anke Schäferkordt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). Als Hauptziel wolle man dennoch abseits des linearen Fernsehens wachsen.
21.06.2017 09:42

"Wir prüfen daher, wie wir das Angebot unserer Videoplattform TV Now systematisch erweitern", so Schäferkordt. Der Schwerpunkt liege hierbei auch auf Eigenproduktionen, mit denen das Unternehmen seine exklusiven Rechte ausbauen könne. Spätestens im kommenden Jahr werde man mehr zu der Streamingplattform hören.

Schäferkordt hatte erst im April ihren Posten als Co-Vorsitzende der RTL Group abgegeben, um sich auf ihre Aufgaben als RTL-Deutschland-Chefin und im Bertelsmann-Vorstand zu konzentrieren. 2016 hatte Europas grösste werbefinanzierte Sendergruppe einen Rekordumsatz von 6,24 Milliarden Euro erzielt. Für 2017 rechnet der ProSiebenSat.1-Rivale mit einem weiteren moderaten Wachstumsplus zwischen 2,5 und 5 Prozent. Treiber soll auch dieses Mal das Deutschland-Geschäft bleiben./kro/men/fbr

(AWP)