Rückzug aus Nahost brockt Hochtief-Tochter Cimic Verluste ein

Der Ausstieg aus dem Nahost-Geschäft hat der australischen Hochtief -Tochter Cimic im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust eingebrockt. Unterm Strich stand ein Minus von einer Milliarde australischer Dollar (605 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Sydney mitteilte. Eine milliardenschwere Abschreibung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Beteiligung an dem in der Region tätigen Unternehmen BIC Contracting belastete das Ergebnis wie mit insgesamt 1,8 Milliarden Dollar. Ohne diesen Effekt wäre das Ergebnis leicht auf rund 800 Millionen Dollar angestiegen. Cimic hatte bereits im Januar angekündigt, sich wegen erheblich verschlechternder Marktbedingungen aus dem Geschäft im Nahen Osten zurückziehen zu wollen und dabei auch eine Wertberichtigung in Aussicht gestellt.
04.02.2020 10:03

Die Entscheidung, das Geschäft im Nahen Osten aufzugeben, erlaube es dem Konzern, sich künftig verstärkt auf die Kernmärkte in Australien, Neuseeland und Asien-Pazifik zu konzentrieren, erklärte Cimic-Chef Marcelino Fernández Verdes. Cimic gehört zu fast 73 Prozent zu Hochtief und gilt eigentlich als wichtiger Gewinnbringer.

Der Umsatz stieg im abgelaufenen Jahr leicht um 0,2 Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um fast 13 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar zu. Das Management zeigt sich optimistisch, die einzelnen Sparten hätten sich2019 gut entwickelt. Der Bergbaumarkt gewinne weiter an Stärke, auch das Bau- und Dienstleistungsgeschäft erhalte Auftrieb. Für das laufende Jahr 2020 erwartet Cimic einen Nettogewinn in Höhe von 810 bis 850 Millionen Dollar./knd/eas/mis

(AWP)

 
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