Russischer Autobauer Lada senkt Verlust 2016

Trotz der Krise in Russland hat der angeschlagene Autobauer Lada seinen Verlust im vergangenen Jahr deutlich reduziert. Der Konzern Avtovaz habe 2016 seinen Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf 44,8 Milliarden Rubel (710 Millionen Euro) gesenkt, sagte Stefan Mauerer, Vizeleiter der Finanzabteilung von Avtovaz, am Freitag in Moskau. Zudem seien die Einnahmen um 4,8 Prozent auf 184,9 Milliarden Rubel gestiegen.
10.02.2017 11:45

Avtovaz ringt seit Jahren mit Strukturproblemen. Zehntausende Angestellte wurden entlassen. Der Konzern leidet auch unter der Autokrise. Seit 2012 kaufen die Russen immer weniger Fahrzeuge, der Absatz hat sich auf rund 1,4 Millionen Neuwagen halbiert. Mit etwa 20 Prozent Anteil ist Lada Marktführer in Russland. Nach Ansicht von Experten benötigt der Autobauer aber noch finanzielle Hilfe, um rentabel zu werden.

Ein Grund für den Aufwärtstrend 2016 sei, dass die neuen, etwas teureren Lada-Modelle X-Ray und Vesta gut angenommen würden, meinte Mauerer. "Wir sind erfolgreich in ein neues Segment vorgedrungen." Den Vesta will Lada in den kommenden Wochen auch in Deutschland anbieten./tjk/DP/stb

(AWP)