Russischer Automarkt legt im ersten Halbjahr spürbar zu

Nach schwachem Start hat der russische Automarkt im ersten Halbjahr 2017 deutlich zugelegt. Die Russen hätten der krisengeschüttelten Branche von Januar bis Juni knapp 720 000 Fahrzeuge abgenommen - 6,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Vereinigung Europäischer Unternehmen (AEB) am Freitag in Moskau mit. Allein im Juni stieg der Absatz im Vorjahresvergleich um 15 Prozent.
07.07.2017 14:40

Der steigende Absatz im zweiten Quartal mache den schleppenden Start ins Jahr vergessen, sagte Jörg Schreiber von der AEB. Die jüngsten Ergebnisse seien nahe an den Expertenschätzungen für 2017. Neben dem russischen Marktführer Lada profitierten auch die deutschen Wettbewerber Volkswagen und BMW vom Aufschwung. Daimler verkaufte im ersten Halbjahr hingegen sieben Prozent weniger Autos. Im Juni begann Daimler mit dem Bau seines ersten Werks in Russland - ab 2019 will der Hersteller wie VW und BMW in dem Land produzieren.

Russland galt lange als Hoffnungsmarkt. Doch zwischen 2012 und 2016 brach der Absatz um rund 50 Prozent ein. Zu den Gründen zählen die eingebrochenen Ölpreise und der Kursverfall des Rubels. Viele Russen mussten sparen./tjk/DP/stw

(AWP)