RWE nennt Zukunftstochter Innogy

ESSEN (awp international) - Der vor der Aufspaltung stehende Energiekonzern RWE nennt seine neue Grosstochter Innogy. In die Gesellschaft gliedert das Unternehmen seine Zukunftsgeschäfte Netze, Vertrieb und Ökostrom mit zusammen rund zwei Dritteln der derzeit rund 60'000 Beschäftigten aus. Der Name solle für Innovation und Technologie im Energiemarkt stehen, teilte der Konzern am Mittwoch in Essen mit. RWE hatte Ende 2015 seine Aufspaltung beschlossen. Möglichst noch in diesem Jahr soll die neue Zukunftstochter an die Börse gehen. Zunächst ist vorgesehen, rund zehn Prozent der Anteile im Zuge einer Kapitalerhöhung zu veräussern.
29.06.2016 08:48

Der von der Energiewende gebeutelte Mutterkonzern RWE wird zunächst 90 Prozent der Anteile behalten, soll aber im Laufe der Zeit bei Bedarf weitere Aktien verkaufen. Allerdings will RWE dauerhaft Mehrheitseigentümer von Innogy bleiben. Der Konzern selbst wird sich künftig im operativen Geschäft auf den Betrieb der konventionellen Grosskraftwerke und den Energiehandel konzentrieren. Der Name Innogy ist bei RWE seit Jahren ein Begriff, so heisst bislang die Ökostromtochter.

Den Mitarbeitern sei die Marke schon in einem Video-Chat vorgestellt worden, erklärte RWE. Zudem schaltete der Konzern ganzseitige Zeitungsanzeigen und liess die Essener Grugahalle grossflächig mit dem neuen Logo illuminieren - also direkt gegenüber der Zentrale des Konkurrenten Eon.

enl/stb

(AWP)