RWE stellt Aktionären für 2017 wieder Dividende in Aussicht

Der Versorger RWE will seinen Stammaktionären nach zwei Ausfällen in Folge bald wieder eine Dividende ausschütten. "Wir wollen für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende von 50 Cents je Stamm- und Vorzugsaktien zahlen", bekräftigte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Essen. Dieses Niveau wolle das Unternehmen auch in den Folgejahren "mindestens halten".
27.04.2017 13:58

RWE hatte nach einem Milliardenverlust im Zusammenhang mit Abschreibungen vor allem auf den deutschen Kraftwerkspark den Stammaktionären für das vergangene Jahr wie bereits für 2015 die Dividende gestrichen. Die nicht stimmberechtigten Vorzugsaktionäre sollen 13 Cents je Aktie erhalten.

Dabei wies Schmitz Befürchtungen von Aktionären zurück, RWE würde die Dividenden womöglich aus der Substanz zahlen. Die geplanten Dividenden würden operativ verdient, betonte der Manager.

Für das laufende Jahr stellte Schmitz weiterhin eine bessere Entwicklung für das operative Ergebnis (Ebitda) sowie das Nettoergebnis jeweils auf bereinigter Basis in Aussicht. Das bereinigte Ebitda erwartet RWE 2017 bei 5,4 bis 5,7 Milliarden Euro, nach 5,4 Milliarden Im Vorjahr. Das bereinigte Nettoergebnis sieht der Versorger bei 1 bis 1,3 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag es bei 777 Millionen Euro. Inklusive der Abschreibungen hatte RWE 2016 einen Nettoverlust von 5,7 Milliarden Euro eingefahren.

Das Ergebnis der konventionellen Stromerzeugung werde jedoch sinken, bekräftigte Schmitz frühere Aussagen. Für das Handelsergebnis sowie für die Ökostromtochter Innogy erwartet der Manager steigende Ergebnisse.

RWE hatte das Netz-, Vertriebs- und Ökostromgeschäft abgespalten und im vergangenen Jahr unter dem Namen Innogy an die Börse gebracht. Das Unternehmen ist bislang der verlässliche Dividendenzahler für RWE. Rund 680 Millionen Euro flossen für das vergangene Jahr an den Mutterkonzern, der noch mit rund 77 Prozent an Innogy beteiligt ist. Das Geld fliesse in Rückstellungen, sagte Schmitz.

Auch bestünden derzeit keine Pläne, etwa aus Finanzierungsgründen, weitere Aktien von Innogy zu verkaufen, so der Manager weiter. So hatten in den vergangenen Wochen Spekulationen über einen Verkauf der Innogy-Anteile die Runde gemacht. Nach einem Aufsichtsratsbeschluss kann RWE seine Beteiligung an der Ökostromtochter auf bis zu 51 Prozent abschmelzen./nas/stb/fbr

(AWP)