RWE-Tochter Innogy entscheidet über Zahltag für die Mutter

Die Aktionäre der RWE-Tochter Innogy entscheiden am Montag (10.00 Uhr) bei ihrer ersten eigenen Hauptversammlung über eine grosszügige Dividende: 1,60 Euro pro Aktie und damit rund 80 Prozent des bereinigten Innogy-Ergebnisses sollen an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Da mehr als drei Viertel der Innogy-Papiere weiter in RWE-Hand sind, bedeutet das einen Zahltag mit gut 680 Millionen Euro Ausschüttung für die Mutter RWE.
24.04.2017 06:33

In dem neu geschaffenen Unternehmen Innogy hatte RWE 2016 sein Zukunftsgeschäft mit Netzen, Vertrieb und Ökostrom gebündelt. Bei RWE selbst verblieben die Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke sowie der Grosshandel mit Strom. Innogy mit etwa 40 000 Beschäftigten war im Oktober 2016 an die Börse gegangen.

Grössere Proteste gegen den Dividendenvorschlag und die Arbeit der neuen Grosstochter von RWE seien kaum zu erwarten, sagte der Aktionärsvertreter Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW). Dabei könne man die Höhe der Ausschüttung durchaus kritisch sehen: "Es fliesst schon sehr viel Geld ab. Es ist fraglich, ob das auf Dauer sinnvoll ist. Das Unternehmen muss doch investieren."

Innogy hatte Mitte März in der ersten eigenen Bilanz geschrumpfte Gewinne gemeldet. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen aber wieder mit steigenden Erträgen./rs/DP/zb

(AWP)